Wir müssen Wissen proaktiv und effizient in Therapien übersetzen, um die Überlebenschancen von Krebspatienten zu verbessern und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten.

Stefaan van Gool

Biographie

Pionier-Onkologe

Stefaan van Gool

Stefaan Van Gool (1963) wurde in Brügge, Belgien, geboren. Im Jahr 1981 begann er sein Medizinstudium an der KU Leuven, welches er nach 7 Jahren mit höchster Auszeichnung abschloss. Um sich weiter zu spezialisieren, entschied sich Van Gool für ein wissenschaftliches Doktoratsstudium und gleichzeitig für eine fachärztliche Ausbildung in der Kinderheilkunde.

Beide Ausbildungen konnte er 1995 mit den Erhalt der Doktorwürde beendeten. Doch Stefaan Van Gool war noch nicht fertig mit dem Lernen. „Wenn man lernt und man sich in einem akademischen Umfeld befindet, möchte man immer einen Schritt weiter gehen.”

So ging er für eine zusätzliche Ausbildung in Kinder-Neuro-Onkologie nach Münster in Deutschland. Van Gool war nicht der Einzige, der zusätzliches Wissen benötigte: Er wurde bald nach Leuven zurückgerufen, da das Universitätsklinikum Verstärkung für die Kinderonkologie-Abteilung suchte.

Neue Therapien

Dank seiner breiten, multidisziplinären Ausbildung kam Stefaan Van Gool auf neue Ideen. „Ich kannte mittlerweile etwas über das Immunsystem. Ich kannte auch etwas über Kinderonkologie, und ich kannte sogar etwas über das Kind. In Münster entstanden die Ideen für neue Therapien. Die Frage, die mir kam, war, wie wir das Immunsystem gegen einen Tumor einsetzen können, den wir nicht heilen können.“

Professor Steinman (Nobelpreisträger für Medizin 2011)

Dieser Gedanke führte ihn um die Jahrtausendwende in Leuven als Doktorvater eines Doktoranden dazu, mit Experimenten zu beginnen, um zu erforschen, wie Abwehrzellen dazu angeregt werden können, Tumore zu töten. „Das war wirklich grundlegende Forschung, bei der letztendlich mehrere Doktoranden unter seiner Leitung ihren PhD. erlangen konnten.“

Zurück nach Deutschland

Seine innovativen Forschungen führten zu einer Reihe von wissenschaftlichen Publikationen und brachten ihm 1995 den Schweisguth-Preis für junge Wissenschaftler ein. Er erhielt auch den SIOP Nycomed-Preis (1996) und den Rik und Nel Wouters-Stiftungspreis für Krebsforschung (1998). Damit machte er auf sich aufmerksam, was ihm die Möglichkeit bot, erneut nach Deutschland zu gehen, wo er mit anderen Spitzenmedizinern arbeiten durfte.

Zusammen entwickelten sie eine Methode, um seine Erkenntnisse in der Behandlung von Patienten anwenden zu können. Dies führte zu Durchbrüchen im Bereich der Immuntherapie, einer Methode zur Behandlung von Krebs, die weniger Nebenwirkungen als Chemotherapie oder Bestrahlung hat.

Die neue Methode war erfolgreich, denn einige seiner ersten Patienten, bei denen die neue Therapie angewandt wurde, leben jetzt, mehr als 20 Jahre später, immer noch.

Führender Forscher

Vor allem ist Stefaan Van Gool für seine Menschlichkeit und Empathie bekannt. Sein warmer und fürsorglicher Umgang mit seinen Patienten, bei dem er sie nicht nur medizinisch behandelt, sondern ihnen auch emotionale Unterstützung in ihrem Kampf gegen Krebs bietet, wird überall gelobt. Sein Engagement für das Wohlergehen seiner Patienten ist unerschütterlich und bildet den Kern seiner Mission als medizinischer Fachmann.

Durch diese Kombination von Eigenschaften hat sich Stefaan Van Gool zu einem der führenden Krebsforscher und Onkologen entwickelt. Mit derselben Leidenschaft, mit der er seine ersten Forschungen durchführte, arbeitet er jetzt im Immun-Onkologischen Zentrum Köln (IOZK). Hier wurde er 2015 als Arzt aufgenommen. Im Jahr 2018 gründete er innerhalb des IOZK die Praxis für Immun-Onkologie und Translationale Medizin. Hier kann er sich voll und ganz seiner Leidenschaft widmen: der weiteren Verbesserung der Immuntherapie bei Krebs.